Mobiles Internet mit LTE: Was mit 4G möglich ist

Mit LTE bricht ein völlig neues Zeitalter für das mobile Internet an; mobiles Surfen wird so schnell und so flexibel wie noch nie. Aber auch die Netzbetreiber haben mit LTE ganz neue Möglichkeiten. Was auf uns zukommt, wie die DSL-Diaspora von LTE profitiert und was der Spaß kostet!

Nun ist es schon über zehn Jahre her, dass mit dem Start des UMTS-Netzes eigentlich ein neues Zeitalter anbrechen sollte. Doch erst seit dem Boom des mobilen Internets, der nicht nur dem Netzausbau, sondern vor allem der Einführung halbwegs ziviler Preise zu verdanken war, spürt auch der Durchschnittsnutzer so langsam den Unterschied zum vorherigen GSM-Standard.

Mobiles Internet mit LTE: Schneller, flexibler, effizienter

Jetzt soll mit dem Standard die nächste Stufe in punkto Speed genommen werden. Doch was kann LTE eigentlich, was UMTS nicht kann? Zunächst einmal ist die Datenübertragung deutlich schneller, von bis zu 100 Mbit/s war zunächst die Rede, mittlerweile wird diese Geschwindigkeit auch schon übertroffen.

Zudem sollen merklich kürzere Ping-Zeiten erreicht werden, was nicht nur für Gamer interessant ist, sondern auch den Aufruf aufwändiger Webseiten erheblich beschleunigt. Der Seitenaufbau ist mit LTE also ratzfatz möglich. Datenintensive Dienste wie hochauflösendes Fernsehen oder Online-Games können mit LTE auch mobil genutzt werden. Dank der hohen Datenraten eignet sich die Funktechnik schließlich auch als Alternative zu terrestrischen Anschlüssen wie DSL.

Weitere Vorteile liegen im System, denn die LTE-Technik gilt als weniger störungsanfällig im Vergleich zu UMTS oder GMS. Sprich, wenn es einmal zu Frequenzstörungen kommt, sind nur schmale Frequenzbänder betroffen, die sich einzeln deaktivieren lassen. Zudem könnte man einzelne Funkzellen schnell ein- und zuschalten, und eine verbesserte Antennentechnik soll die Verbindungen nochmals beschleunigen.

Neue Chancen für den ländlichen Raum

Mit LTE bekamen deutlich mehr Haushalte als bisher Zugang zum schnellen Internet, vor allem in ländlichen Gegenden, in denen es kein DSL oder eine vergleichbare Breitband-Technologie gibt. Ein Schritt war die Versteigerung der ehemaligen Fernsehfrequenzen, die so genannte digitale Dividende. Beim Ausbau mussten sich die Netzbetreiber dazu verpflichten, zunächst kleinere Ortschaften anzuschließen und erst dann größere Gemeinden. Eine Breitband-Vollversorgung ist jedoch auch mit LTE bislang nicht erreicht.